Ehrenmitglieder und Ehrenurkunden

Ehrenmitglieder

Ehrenurkunden

Durch den MFP und den früheren LHV werden Ehrenurkunden für Verdienste um die Genealogie und verwandte Bereiche in Mecklenburg vergeben. Bisher wurden folgende Personen geehrt:

Franz Schubert

Franz Schubert

Franz Schubert wurde die Ehrenmitgliedschaft des Vereins für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V. am 18. September 1998 auf einer Veranstaltung in Tellow verliehen.

In mehr als 250 Einzelbänden hat Franz Schubert als Begründer der Quellen und Schriften zur Bevölkerungsgeschichte Norddeutschlands den letzten zwei Jahrzehnten der Wissenschaft und den Personen- bzw. Familienforschern wichtige Arbeitsgrundlagen geschaffen. Durch ihn wurden Steuerlisten, Trauregister, Bevölkerungslisten und Bürgerbücher aus oft schwer lesbaren Überlieferungen leichter zugänglich und durch die beigegebenen Register für eine breite Nutzung erschlossen.
Franz Schubert wurde 1917 als Sohn eines Studienrates in Neubrandenburg geboren. Nach dem Abitur (1935 am Neubrandenburger Gymnasium) wurde er Reichsarbeitsdienstführer, später Pionieroffizier. Nach Kriegsende arbeitete Franz Schubert in der Büro- und Büromaschinenbranche, zuletzt zehn Jahre als Geschäftsführer der zum PELIKAN- Konzern gehörenden Firma Rotowerke in Königslutter und Copygraph in Hannover. Nach zwei großen mehrmonatigen Reisen nach Samoa/Neuseeland und Südamerika wohnte Schubert seit 1976 viele Jahre in Göttingen und übersiedelte jüngst nach Kitzingen. Mit dem Eintritt in den Ruhestand wandte sich Franz Schubert der Genealogie zu. Seine eigenen Wurzeln in Mecklenburg entdeckte er in Stavenhagen, der Geburtsstadt der großen niederdeutschen Dichters Fritz REUTER (1810-1874). Dorther stammte Schuberts Vater; dort gehörten Dr. SPAARMANN und Schmiedemeister RISCH, die in Reuters Erinnerungen Meine Vaterstadt Stavenhagen vorkommen, zu seinen Vorfahren.
Über die Vorgeschichte seiner verlegerischen Tätigkeit berichtet Franz Schubert selbst: "Bei der Wiederaufnahme meiner Ahnenforschung nach meinem Ausscheiden aus der Industrie stieß ich auf die damals in Göttingen lagernden Beichtkinderverzeichnisse und stellte fest, wieviel Ansatzpunkte sich aus diesen Berichten für meine Arbeit ergaben. Ich erlebte aber auch, mit wieviel Fleiß sich die Familienforscher hier im Archiv an die Arbeit machen, wieviel Doppel- und Mehrfacharbeit dabei geleistet wird, fand vor allem, wie nützlich es sein müßte, das mühsame Durchlesen der mehr als 4000 Seiten durch ein Namensregister zu erleichtern. Ein solches stellte ich zusammen und gab es schon Mitte 1977 an das Domarchiv Ratzeburg, an das Staats- und an das Kirchenarchiv in Schwerin und natürlich an das Göttinger Archivlager. Ich verhandelte dann lange mit der Stiftung Mecklenburg über die Finanzierung der Druckkosten. Als wir damit nicht so recht vorankamen, führte mich die alljährliche Bundeskulturtagung der Landsmannschaft Mecklenburg in Bad Bevensen mit Prof. Dr. Roderich SCHMIDT und mit Archivrat a.D. Dr. Georg TESSIN zusammen. Hier ergab sich dann der Entschluß, nicht nur die Namen aus den Beichtkinderverzeichnissen, sondern den gesamten Text zu veröffentlichen. Während dieser Bevensen-Tagung entschloß ich mich auch, die Arbeit im Selbstverlag auf dem Wege einer Subskription zu vertreiben, ein Wagnis, das mir fast auf Anhieb das Risiko abnahm, so daß die Finanzierung schon nach wenigen Wochen gesichert war."
Das von Schubert herausgebene Standardwerk Anno 1704 - 300 mecklenburgische Pastoren berichten ... ist heute aus der Forschung nicht mehr wegzudenken. Auf 2500 Seiten beschreiben Zeitgenossen - zwei Generationen nach den Schreckendes 30jährigen Krieges - die kirchlichen Verhältnisse im damaligen Herzogtum Mecklenburg-Schwerin. Schuberts Register zu den Volkszählungslisten von 1819 ermöglicht den Zugang zu den 30000 handgeschriebenen Seiten des Originals, das im Landeshauptarchiv Schwerin verwahrt wird. Seine Trauregister aus der Zeit vor 1800 dokumentieren rund 300000 Trauungen in Mecklenburg nach Ort und Zeit und sind - wie alle seine anderen Veröffentlichungen auch - durch Namens- und Berufsregister erschlossen. Gerade hat die Fortsetzung dieses Projektes begonnen, die Trauungen zwischen 1800 und 1825 dokumentieren wird. Inzwischen legte Franz Schubert auch Schülerlisten mecklenburgischer Lateinschulen und Gymnasien vor und arbeitet neben den Kopulationsregistern gegenwärtig an der Herausgabe von Bürgerbüchern verschiedener Städte, die mit zwei Bänden über seine Vaterstadt Neubrandenburg begann.
Das genealogische Interesse Franz Schuberts endet aber durchaus nicht an der mecklenburgischen Landesgrenze. Auch für Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg liegen inzwischen Zusammenstellungen aus den Trauregistern vor. Seit Grenzöffnung ist Franz Schubert darum bemüht, die traditionsreiche Familien- und Personen- geschichtsforschung auch in Mecklenburg neu zu beleben. Auf seine Initiative hin trafen sich 1990 erstmals familien- geschichtlich Interessierte zu einer Vortragsveranstaltung in Schwerin. Seither findet alljährlich an wechselnden Orten ein Treffen der mecklenburgischen Familienforscher statt, auf denen es vor allem um quellenkundliche Fragen geht. In seiner aus den Tagungen erwachsene Schriftenreihe Vorträge zur mecklenburgischen Familienforschung machte Schubert dieses konzentrierte Wissen einem breiten Publikum nutzbar. Heute zählt die Reihe zu den wichtigsten quellenkundlichen Informationen für Mecklenburg und findet weit über den eigentlichen Genealogenkreis hinaus Beachtung und Zuspruch. Auf Initiative von Franz Schubert hin wählte die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Genealogischer Verbände e.V. 1995 Neubrandenburg zum Ort des 47.Deutschen Genealogentages, der zentralen genealogischen Fachtagung im deutschen Sprachraum. Während hunderte Familienforscher aus Fern und Nah ein umfangreiches Vortragsprogramm absolvierten, wurde am Rande der Tagung der Landesarbeitskreis Familien- und Personengeschichte Mecklenburg-Vorpommerngegründet, der sich unter dem Dach des Landesheimatverbandes M-V alszwangloses Interessenbündnis auf Landesebene versteht und seither die jährlichen Genealogentagungen ausrichtet.
Aus diesem Landesarbeitskreis ging 1997 unser Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V. hervor, dessen Mitglieder sich dem mecklenburgischen Teil des heutigen Bundeslandes besonders verbunden fühlen. Der Landesarbeitskreis berief Franz Schubert 1997 zu seinem Ehrenvorsitzenden, der mecklenburgische Verein verlieh ihm 1998 in Würdigung seiner Verdienste um die mecklenburgische Familienforschung die Ehrenmitgliedschaft. Ohne das anhaltende Engagement von Franz Schubert wären diese Entwicklungen kaum vorstellbar.

Peter Starsy, 1. November 1998

Nachruf des MFP - Franz Schubert

Wir erhielten die traurige Nachricht, dass das Ehrenmitglied unseres Vereins, unser langjähriger Förderer und Freund, Franz Schubert, am 25. Juni verstorben ist.

Franz Schubert wurde am 21.04.1917 als Sohn eines Studienrates in Neubrandenburg geboren und legte 1935 das Abitur am Gymnasium seiner Heimatstadt ab. Nach Kriegsende arbeitete er in der Büro- und Büromaschinenbranche und lebte seit 1976 in Göttingen. Mit dem Eintritt in den Ruhestand wandte er sich der Genealogie zu. Dabei entdeckte er auch seine eigenen mecklenburgischen Wurzeln in der Reuter-Stadt Stavenhagen. Von dort stammte sein Vater.
In mehr als 250 Einzelbänden hat Franz Schubert als Begründer der "Quellen und Schriften zur Bevölkerungsgeschichte Norddeutschlands" der Wissenschaft und den Personen- bzw. Familienforschern wichtige Arbeitsgrundlagen geschaffen. Dadurch wurden Steuerlisten, Trauregister, Bevölkerungslisten und Bürgerbücher aus oft schwer lesbaren Überlieferungen leichter zugänglich und durch die beigegebenen Register für eine breite Nutzung erschlossen.
Erwähnt seien seine Kopulationsregister aus allen mecklenburgischen Kirchenbüchern, beginnend mit den Registern "Von den Anfängen bis zum Jahre 1704", ferner "Anno 1704 - 300 mecklenburgische Pastoren berichten über ihre Kirchspiele, ihre dienstlichen und persönlichen Verhältnisse und ihre 100000 Beichtkinder".
Ersteres ist als Standardwerk heute aus der Forschung nicht mehr wegzudenken. Im letzteren beschreiben Zeitgenossen - zwei Generationen nach den Schrecken des 30jährigen Krieges - auf 2500 Seiten die kirchlichen Verhältnisse im damaligen Herzogtum Mecklenburg - Schwerin.
In seiner Wahlheimat Göttingen veröffentlichte der rastlose Familienforscher weitere wertvolle Werke, zum Teil zusammen mit engagierten Mitarbeitern. Zwischen 1987 und 1990 erschienen die Trauregister von Südniedersachsen, zunächst von den Anfängen bis 1700, jetzt fortgeführt bis zum Jahre 1800. Weiter wurden von den Göttinger Bürgeraufnahmen vier Bände mit Register herausgegeben; es folgten weitere Trauregister von Greifswald (1705 - 1750), Berlin (1583 - 1650), Prenzlau (1600 - 1700) und Wolfenbüttel - Land (bis 1700).
Die "Register zu den Volkzählungslisten von 1819", sind der Schlüssel für den Zugang zu den 30000 handgeschriebenen Seiten der Originale, die im Mecklenburgischen Landeshauptarchiv zugänglich sind.
Inzwischen legte Franz Schubert auch Schülerlisten mecklenburgischer Lateinschulen und Gymnasien vor und arbeitete bis zuletzt an der Herausgabe von weiteren Bürgerbüchern sowie an den Copulationsregistern für den Zeitraum 1801 bis 1825. Subskribenten erhielten gerade den Teil B mit der Herausgeberangabe: Kitzingen, im Juni 2001, Franz Schubert.
In seiner Wahlheimat Göttingen trat Franz Schubert 1979 der Genealogisch - Heraldischen Gesellschaft Göttingen bei und war von 1985 bis 1994 ihr 1. Vorsitzender. Außer seiner verlegerischen Tätigkeit bemühte er sich durch Vorträge ein breites Publikum für die Familienforschung zu interessieren, was ihm aufgrund seines reichen Wissenschatzes und seiner freundlichen Art sehr erfolgreich gelang.
Im Jahre 1982 wurde er auf Vorschlag des Wissenschaftlichen Beirats und der Mitgliederversammlung der Genealogisch - Heraldischen Gesellschft Göttingen sein unermüdlicher Einsatz für die Familienforschung durch die Verleihung der Johann - Christoph - Gatterer - Medaille in Silber gewürdigt.
Der 47. Deutsche Genealogentag und die Jahreshauptversammlung der DAGV im Jahre 1995 fanden in Neubrandenburg, Franz Schuberts Geburtsort, statt. An der Organisation und erfolgreichen Durchführung der Veranstaltung war er maßgeblich beteiligt. Ein Höhepunkt dieser Tagung für die Familienforscher in Mecklenburg war die Gründung des "Landesarbeitskreises Familien- und Personengeschichte im Landesheimatverband Mecklenburg - Vorpommern". Dieses Vorhaben hat Franz Schubert - später Ehrenvorsitzender dieses Arbeitskreises - maßgeblich fachlich begleitet, wobei seine wissenschaftliche Autorität in der Genealogie, seine Bekanntheit und Anerkennung weit über die Grenzen Mecklenburgs hinaus, von unschätzbarem Wert waren.
An der Gründung unseres Vereins für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte im Jahre 1997 in Tellow war er ebenfalls aktiv beteiligt. 1998 wurde er zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.
An weiteren Auszeichnungen erhielt er (von der Landsmannschaft Mecklenburg) die Fritz-Reuter Medaille und 1990 die Friedrich-Lisch Medaille.
Das Lebenswerk von Franz Schubert sind umfangreiche, mit der ihm eigenen Akribie erarbeite Editionen für die Familien- und Personengeschichtsforschung, die noch lange Zeit dankbare Nutzer finden werden!
Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren!

R.-P. Bartz, Mitglied des Vorstandes des MFP

Meinungen über die Verdienste von Franz Schubert

Franz Schubert's books have been very helpful to me in my research. All of the marriage information is at my fingertips. I have used his books in my research for a long time. The great indexes always narrow my search. Franz Schubert books have had a great impact on Mecklenburg genealogy research. He is to be highly commended! 
Sherry Dammann Huntington, sherry@plugnplay.com 
 
I would like to thank you very much for the wonderful series of books that you have published on both Mecklenburg and Schleswig-Holstein. They have been invaluable aids in my family research, and without them I would not have found many of my family lines. I would also like to congratulate you on the occasion of your being accorded honorary membership in the MFP. Given all you have done for Mecklenburg family research, it is a well-deserved honor. 
Paul Zebe, pzebe@compuserve.com 
 
Gleichzeitig möchte ich hiermit meinen Dank an Herrn Schubert aussprechen. Die Arbeit die er und seine Kollegen geleistet haben ist wirklich nicht mit Geld zu bezahlen! 
Andrea.Boz, Andrea.Boz@ericsson.com 

Helga Leopoldi

Helga Leopoldi

Die Witwe des Schweriner Genealogen und langjährigen Stadtarchivdirektors Hans Heinrich Leopoldi (1917-1978) ist seit Ihrem 75. Geburtstag am 14.12.1998 zweites Ehrenmitglied des "Vereins für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V."

1994 entschied sich Helga Leopoldi nach jahrelangem Suchen, das private Archiv ihres Mannes - ein sehr umfangreiches Lebenswerk - an das Thünen-Museum-Tellow zu geben. Der Wunsch des bekannten Genealogen und Heimatschriftstellers "mit meinem Archiv und der genealogischen Sammlung soll gearbeitet werden, es soll lebendig bleiben, was ich erarbeitet habe" bewog sie letztendlich zu diesem Schritt. - Das genealogische Archiv Leopoldis bildete die eigentliche Basis für die nun realistisch gewordene Entstehung eines Zentrums für mecklenburgische Genealogie. Ausgehend von dieser Tatsache wurde unser Verein im Oktober 1997 gerade in Tellow gegründet. Der durch fehlende finanzielle Möglichkeiten nur schleppend vorangehende Aufbau einer vereinseigenen Bibliothek wird aufgrund des vorort nutzbaren Leopoldi-Archivs durch wertvolles und teilweise einmaliges Material aufgewogen.
Frau Leopoldi selbst hat durch ihre aktive Mitarbeit an der Archivierung und Aufarbeitung des genalogischen und personengeschichtlichen Sammlungsgutes ihres Mannes, der durch seinen frühen Tod vieles nicht zuende bringen konnte, bereits einen hohen Beitrag für die mecklenburgische Genealogie geleistet.

Genealogisches Archiv des Hans Heinrich Leopoldi im Thünen-Museum-Tellow

  • Genealogisches Personenmaterial
    Zettelsammlung mit genealogischen Angaben zu mehreren tausend vorwiegend männlichen Personen bürgerlicher Herkunft und mecklenburgischer Provenienz
  • Genealogisches Familienmaterial in Mappen
    über 100 Familienmappen mit Ahnenlisten bzw. Stammbäumen
  • Genealogische Reihen, z.B.:
    Deutsches Adelslexikon von Kneschke, 1859-1870,
    Deutsches Geschlechterbuch (ausgewählte Bände)
    Genealogisches Handbuch des Adels (ausgewählte Bände).
  • Genealogische Literatur über mecklenburgische Persönlichkeiten bzw. Familien
  • diverse Jahrgänge der "Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde"
  • umfangreiches Sammlungsgut über mecklenburgische Persönlichkeiten

Nachruf des MFP - Helga Leopoldi

Wir erhielten die traurige Nachricht, dass das Ehrenmitglied unseres Vereins, Helga Leopoldi, am 3. November 2014 verstorben ist.

14.12.1923 – 03.11.2014

Am 03. November verstarb unser Ehrenmitglied Helga Leopoldi im Alter von 90 Jahren. Die Nachricht von ihrem Tod haben wir mit Betroffenheit zur Kenntnis genommen.

Helga Leopoldi war seit Ihrem 75. Geburtstag Ehrenmitglied des Vereins für Mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V. Durch die Übergabe des Leopoldi-Archivs an das Thünen-Museum-Tellow hatte sie Mitte der 1990er Jahre einen großen Beitrag dafür geleistet, dass sich in Mecklen-burg ein genealogischer Verein bilden konnte.

Die Familien- und Personengeschichte in Mecklenburg wird sich immer mit dem Namen Leopoldi verbinden. Wir werden Helga Leopoldi nicht vergessen.

In stillem Gedenken

Der Vorstand

Rolf-Peter Bartz

Rolf-Peter Bartz feierte seinen 65. Geburtstag auf dem Thünengut Tellow
 
Am 19. März 2011 ludt er zu einem offiziellen Empfang in den Kornspeicher der Thünenscheune. Ca. 150 Gäste folgten seiner Einladung, darunter so prominente Persönlichkeiten, wie der Minister Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern Dr. Till Backhaus und der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern Rainer Tietböhl. Auch der Präsident des Landesheimatverbandes Prof. Dr. Horst Wernicke war zugegen. Und natürlich der Vorsitzende des Vereins für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte Prof. Dr. Hans-Dietrich Gronau. Er verlieh dem Jubilar die Ehrenmitgliedschaft, damit ist Bartz nach Franz Schubert und Helga Leopoldi das 3. Ehrenmitglied.
Mit seinem 65. Geburtstag wurde Rolf-Peter Bartz emeritiert und wird nun seine Kompetenz als Pensionär (hoffentlich noch sehr lange!) dem Thünen-Museum zur Verfügung stellen. Wir brauchen ihn! Die Nachfolge trat - in dem Bewusstsein, dass die Fußstapfen ziemlich groß sind - unser Vorstandsmitglied Angela Ziegler an.
Die Arbeit in unserem Verein unterstützt Rolf Peter durch seine Mitarbeit im Vorstand.

Hans-Dietrich Gronau

A. Parlow gratuliert H.-D. Gronau

Liebe Gäste, liebe Mitglieder, heute kommt mir eine besonders ehrenvolle Aufgabe zu. Wir wollen heute ein Mitglied ehren, ohne das man sich unseren Verein nur sehr schwer vorstellen kann: Prof. Dr. Hans- Dietrich Gronau. Um seine Verdienste um unseren Verein zu würdigen, ist es aber erforderlich, weit in die Geschichte unseres Vereins zurückzublicken. Am 17.11.1990 fand in Schwerin das 1. Treffen mecklenburgischer Familienforscher statt. Dieses Treffen wurde initiert von unserem inzwischen verstorbenen Ehrenmitglied Franz Schubert. In der Folgezeit fanden mehrere Treffen von Familienforschern in Neubrandenburg, Ludwigslust und Bützow statt. Im April 1994 wurde ein weiterer Schritt zum Entstehen unseres Vereins gemacht: Der 1990 als Dachverband gegründete Landesheimatverband Mecklenburg- Vorpommern e.V. gründete die Arbeitsgruppe „Mecklenburgische Familienforschung“. Am Rande des 47. Deutschen Genealogentag in Neubrandenburg 1995 wurde dann der „Landesarbeitskreis Familien- und Personengeschichte“ im Landesheimatverband gegründet. Unter dem Dach dieses Landesarbeitskreises fanden nun weitere Treffen der Familienforscher statt. Damit war der Grundstein für unseren Verein gelegt und am 22.10.1997 war es dann so weit: In Tellow wurde an diesem Tage von 8 Gründungsmitgliedern unser Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte gegründet. Gründungesmitglieder waren: unser heutiges Ehren- und Vorstandsmitglied Rolf- Peter Bartz, damals und heute Schatzmeisterin Angela Ziegler, Gerhard Heinemann, Peter Starsy, Peter Stüdemann, Jürgen Luttmann, Dr.Petra Zühlsdorf und unser am Gründungstag zum Vorsitzenden gewählter Hans- Dietrich Gronau. Und du Hans- Dietrich kamst an diesem Tag als Gründungsmitglied und warst am Ende des Tages Vorsitzender. Damit warst du Hans- Dietrich bis zum 25.10.2014 ununterbrochen der 1. Vorsitzende unseres Vereins. Unter deiner Führung gewann der Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte schnell an Anerkennung und Bekanntheit. Das zeigen unter anderem die damals schnell wachsenden Mitgliederzahlen. Wart ihr 1997 nur 8 Mitglieder, so waren es bereits 2 Jahre später 65 und im Jahre 2001 155 Mitglieder. Damit wuchsen auch ständig deine Aufgaben. Du hast dem Verein seine heute noch bestehenden Strukturen gegeben. Ich erinnere nur an das System der Publikationen, der Durchführung von regelmäßigen Frühjahrsund Herbsttagungen, aber auch an die Mitgliederbetreuung und die Koordination aller Maßnahmen. Unter deiner Führung ist unser Verein das geworden, was er noch heute ist: Die Heimat vieler Ahnenforscher nicht nur in Mecklenburg. Seit der letzten Wahl am 25.Oktober 2014, zu der du als Vorsitzender nicht mehr kandidiert hast, kann ich sehr wohl einschätzen, was du die vielen Jahre im Ehrenamt geleistet hast. Für deine geleistete Arbeit in unserem Verein möchte ich dir auch ganz persönlich meinen Dank aussprechen. Deine Tätigkeit als Professor für diskrete Mathematik an der Uni Rostock, deine Arbeit zur Förderung des Mathe- Nachwuchses und dein Einsatz als unser 1. Vorsitzender lassen nur einen Schluss zu: Du betrachtest die Dinge, die du anfasst als Berufung. Für deine Arbeiten erhielst du einige sehr hochkarätige Ehrungen: So unter anderem 2009 in Spanien den „Paul- Erdös Preis“, den die Weltorganisation für nationale Mathematikwettbewerbe vergibt. Hier warst du 16 Jahre Vositzender des „nationalen Mathematik Olympiaden Vereins“, der auf deine Initiative gegründet wurde, 2013 erhielst du für deine mehr als 4 Jahrzehnte dauernde ehrenamtliche Arbeit in der Nachwuchsförderung von Mathe- Talenten das Bundesverdienstkreuz. Leider wusste unser Bundespräsident Joachim Gauck wohl zu wenig über deine Arbeit in unserem Verein. Sonst wäre es nicht nur beim Bundesverdienstkreuz geblieben..... Liebe Gäste, liebe Mitglieder, ich kann Ihnen heute mitteilen, dass der Vorstand auf seiner 1. Sitzung am 26.10. einstimmig beschlossen hat, Prof. Dr. Gronau zum Ehrenmitglied unseres Vereins zu ernennen. Im Namen aller Mitglieder bedanke ich mich für deine geleistete Arbeit und wünsche dir für die Zukunft alles Gute vor allen Dingen Gesundheit. Mögest Du unserem Verein noch lange erhalten bleiben!

(Aus der Laudation von A. Parlow auf der Frühjahrstagung am 11. April 2015 in Neustadt-Glewe, Foto: Jühlke)

Angela Ziegler

Angela Ziegler wurde unser 5. Ehrenmitglied. Die Laudatio hielt Andreas Parlow.

Im Jahr 2008 entdeckte ich im Internet die Homepage unseres Vereins. Das war genau das, was ich als Ahnenforscher suchte: eine Gruppe von Gleichgesinnten, mit denen man sich austauschen kann.
So wurde ich im November 2008 Vereinsmitglied. Wie ich der Homepage unseres Vereins entnehmen konnte, gab es in Tellow eine umfangreiche Bibliothek. Allerdings wollte ich nicht bis zur nächsten Herbsttagung warten, um dort stöbern zu dürfen. So rief ich Frau Ziegler an, machte einen Termin und fuhr in unsere Bibliothek nach Tellow. So lernte ich das erste Mitglied unseres Vereins kennen: Angela Ziegler.

Liebe Angela,

du gehörtest zu den 8 Männern und Frauen, die am 22.Oktober1997 unseren Verein gründeten. Heute bist du die Einzige dieser 8, die noch immer aktiv im Vorstand mitarbeitet -  bist also von Anfang an dabei! Aber was heißt „Mitarbeit“? Diese Bezeichnung beschreibt deine Arbeit ja nicht wirklich:
Von 1997 bis 2001 übtest Du das Amt der Schatzmeisterin aus und wurdest 2008 erneut in dieser Funktion bestätigt. Mittlerweile bist Du seit 13 Jahren die Schatzmeisterin unseres Vereins und nicht nur ich weiß, welche akribische Arbeit du allein in diesem Amt in den vergangenen Jahren geleistet hast. So bestätigten Dir auch ausnahmslos alle Rechnungsprüfer in all den Jahren eine stets einwandfreie Arbeit.
Doch nicht nur das!

Vielmehr, liebe Angela, bringst Du dich noch immer kontinuierlich und aktiv mit Ideen und Kreativität in die Vorstands- und Vereinsarbeit ein – Du bestimmst das Tempo mit, bleibst immer sachlich und unaufgeregt, dabei aber auch kritisch – und wo es passt, auch mit viel Humor!
Seit 20 Jahren organisierst Du unsere Tagungen in Tellow. Das, was manchen Außenstehenden vielleicht wie selbstverständlich erscheinen mag, erfordert von Dir eine Menge an Arbeit, Zeit und Organisationstalent. Dazu kümmerst Du Dich aber auch um den Schriftverkehr unseres Vereins und führst darüber hinaus auch noch akribisch unsere Bibliothek und das Archiv. Alle diese Arbeiten erledigst Du – ganz nebenbei bemerkt – in Deiner freien Zeit, neben Familie und Beruf!
Liebe Angela, auch den 2014 neu gewählten Vorstand - und damit auch mich - hast Du von Anfang an mit all Deinen Kräften unterstützt und die in deiner Verantwortung liegenden administrativen Aufgaben stets gewissenhaft und selbständig erfüllt. Dafür sind wir dir sehr dankbar.
Aber wofür wir dich besonders schätzen: Du hast immer ein offenes Ohr für die Belange unsere Mitglieder, hörst geduldig zu und hilfst, wo Du kannst mit Sachverstand und gutem Rat, ohne jemals dabei zu belehren.

Im Namen des Vorstands bedanke ich mich für Deine bisher geleistete Arbeit und kann Ihnen, liebe Mitglieder, heute mit Freude mitteilen, dass der Vorstand beschlossen hat, unsere Schatzmeisterin Angela Ziegler zum Ehrenmitglied unseres Vereins zu ernennen.

Liebe Angela, wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute und vor allen Dingen Gesundheit. Mögest Du unserem Verein noch lange erhalten bleiben, denn ohne Dich und Deine Arbeit wäre der MFP ganz sicher nicht das, was er heute ist!