Sommerausstellung „Mecklenburger Notgeld“

Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstr. 12, 19055 Schwerin

Sommerausstellung „Mecklenburger Notgeld“
„Ui ... dor komen de Berliner!“ – Schein aus einer Serie von Ludwig Warning für die damals mecklenburgische Stadt Fürstenberg, Ausgabedatum 1.8.1921. (Quelle: Stiftung Mecklenburg)

Mit ihrer Sommerausstellung „Not macht erfinderisch. Mecklenburger Notgeld aus der frühen Weimarer Republik“ rückt die Stiftung Mecklenburg in diesem Jahr ein besonderes Kulturgut in den Fokus. Die Ausstellung ist vom 24. Juni an bis zum 7. November 2021 im Schleswig-Holstein- Haus, Puschkinstr. 12, 19055 Schwerin, zu sehen. Sie präsentiert rund 400 Scheine, davon zwei Drittel mit Vorder- und Rückseite. Vergrößerungsgläser lassen Freude an den schönen Details ihrer Gestaltung aufkommen.

Nach dem Ersten Weltkrieg fehlte in Deutschland nicht nur das große Kapital, sondern auch Kleingeld aus Metall. Städte und Gemeinden versuchten Abhilfe mit lokalem Notgeld aus Papier zu schaffen. Mecklenburgische Notgeldscheine tragen künstlerische Handschriften aus der Region, wie von Ludwig Warning aus Strelitz, aber auch solche aus anderen Gegenden, etwa die von Josef Dominicus aus Paderborn.

Als Mecklenburger Besonderheit wurde im Jahr 1921 das sogenannte Reutergeld ausgegeben. Dieses „Geld“ war ein reines Sammelobjekt ohne Zahlungsfunktion. Verbindendes Motiv der für 70 Orte gefertigten Scheinserien waren Zitate aus Werken des Schriftstellers Fritz Reuter. Die Aufträge zur grafischen Gestaltung übernahmen fünf Künstler aus Rostock und Schwerin, darunter Egon Tschirch, Richard Zscheked und Hermann Koenemann.

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